Sharner Kobold Sharner Kobold

 

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Fetzer
Bewertung:
(3.2)
Von: Stefan Günster
Alias: Nathan Grey
Am: 06.11.2010
Autor:Markus Heitz
Typ:Hörspiel
Setting:Deutschland 2015
VerlagLausch Verlag
ISBN/ASIN:
Inhalt:1 CD
Sprache:Deutsch

Story

Im Jahr 2015 wandeln Zombies durch die Straßen und einige von ihnen sind sogar richtige Filmstars. Ja genau, seitdem der Zombievirus ausgebrochen ist, erfreuen sich Zombiefilme mit echten Zombies und Opfern großer Beliebtheit. Eines der größten Studios ist 2F, Fetzer Filme. Die Stars dieser Filme sind vor dem Gesetz geschützt und dürfen nicht getötet werden, doch leider passiert dies der Eingreiftruppe von Botschinski. Eine Anfängerin tötet den größten Zombiedarsteller von Fetzer und schon bald bekommt das ganze Team zu spüren wie mächtig und wichtig die Filmindustrie in dieser Zeit wirklich ist.

 

Qualität

Wie meistens bei Produktionen aus dem Hause Lausch, lässt sich an der Qualität der Aufnahme und den Soundeffekten wenig aussetzen. Auch die männlichen Sprecher sind gut gewählt, allen voran Jürgen Holdorf als Botschinski, welcher den Gruppenleiter mit einer stoischen Ruhe spielt, wie sie so einem abgebrühten Hund gut zu Gesicht steht. Anders sieht es mit den weiblichen Sprechern aus, namentlich Katharina von Daake als Miré und Dorethea Hagena als Frau Michelsbacher, denn diese spielen (besonders am Anfang) ihre Rollen hölzern und wenig überzeugend. Frau von Daake steigert sich zum Schluss aber und bringt die Furcht um das eigene Leben sehr gut rüber. Die Geschichte von Markus Heitz („Die Zwerge“) versteht sich als Mediensatire und dies gelingt dem Schriftsteller auch ganz gut, man kann sich sehr gut vorstellen, dass sowas wie auf der CD in Zukunft Wirklichkeit sein könnte. Wo sich Leute wirklich einsperren lassen, um Kakerlaken zu essen oder mit Wildfremden in ein Haus ziehen und sich 24h am Tag filmen zu lassen, sind wir näher an Zombies als an allem anderen.

 

 

Fazit:

Alles in allem hat mir Fetzer gut gefallen, wenn man über die Mängel bei den Darstellern hinwegsehen kann, erwartet einen eine bitterböse Satire auf das Filmgeschäft, auch wenn diese für meinen Geschmack noch nicht fies genug ist. Aber dies muss jeder für sich selbst entscheiden, wer Spaß an Zombies hat und Splatterhorror zugetan ist, sollte Fetzer auf jeden Fall eine Chance geben.