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Legends & Lairs: Twisted Lore
Bewertung:
(3.9)
Von: Markus „Speren“ Busse
Am: 11.03.2004
Autor:Ed Bourelle, Randy Gallegos
Typ:
System:d20
Setting:-
VerlagFantasy Flight Games
ISBN/ASIN:1-58994-093-8
Inhalt:64 Seiten, Softcover
Sprache:Englisch

Bei „Twisted Lore“ handelt es sich um ein 64-seitiges Monsterhandbuch aus der bekannten „Legends & Lairs“ - Reihe von Fantasy Flight Games, das sich mit den drei Monstertypen „Aberrations“, „Oozes“ und „Shapechangers“ beschäftigt.

Insgesamt werden 30 Monster der verschiedenen Gattungen eingeführt. Die Herausforderungsgrade reichen hier von 1/2 („Gorger Lava“, „Mana Symbiote“) bis zu 17 („Skywhale“). Zusätzlich werden auch noch zwei neue „Templates“ vorgestellt, unter anderem alternative Lykantrophen wie etwa der „Werraven“.

Alle Monster sind mit Illustrationen in schwarz/weiß versehen, wobei die Qualität der Bilder sehr unterschiedlich ist. So gefallen mir einige Bilder sehr gut, während andere doch nicht die von Fantasy Flight Games gewohnte Qualität aufweisen.

 

Zum Inhalt:

Die vorgestellten Monster haben allesamt einen sehr „abgefahrenen“ Touch und nicht jeder Spielleiter wird für sie Verwendung finden. „Oozes“ und „Aberrations“ sind sicherlich nicht jedermanns Sache und auch die vorgestellten „Shapechanger“ passen nicht unbedingt, abgesehen vielleicht von den Lykantrophen, nicht in jede Kampagne. Um aber trotzdem einen Eindruck von den Monstern zu bekommen, soll nun von jeder Gattung eines exemplarisch vorgestellt werden.

Im Bereich der „Shapechanger“ sticht meiner Meinung nach der Face Hunter eindeutig heraus. Hierbei handelt es sich um ein Monster mit HG 6, das aber durch Charakterklassen noch aufgewertet werden kann. Dieses Monster eignet sich hervorragend für Horrorszenarien, denn, wie der Name schon sagt, stiehlt dieses Wesen die Gesichter seiner Opfer und nimmt ihren Platz ein. Es geht dabei heimlich vor und bevorzugt den Einsatz von vergifteten Klauen, die sich an seinen Unterarmen befinden. Da sie ihren Opfern die Gesichtshaut bei lebendigem Leib abziehen müssen, lähmt dieses Gift nur.

Unglücklicherweise hält das neue Gesicht nicht unbegrenzt, so dass der Face Hunter sich immer wieder neue Opfer suchen muss, um für einige Tage ihren Platz einzunehmen.

Ein etwas anderer „Ooze“ ist der Yeoman Jelly, ein Monster mit HG 3. Er ist eigentlich harmlos und greift normalerweise niemals mit böser Absicht jemanden an. Im Gegenteil, er versucht eine Symbiose mit einem Wesen einzugehen, was für beide Seiten Vorteile bringt. So bekommt der Gastkörper Trefferpunkte hinzu, erhält Feuerresistenz und Schnelle Heilung. Leider ist die Symbiose deutlich sichtbar, so dass der Betroffene natürlich Abzüge bei charisma-basierenden Fertigkeitswürfen erhält.

Eine wirklich fiese „Aberration“ ist die Pain Wisp (HG 2). Dieses Wesen, einem Irrlicht nicht unähnlich, wird von Schmerz angezogen und kann diesen fühlen. Es ist vollkommen immun gegen Magie ausgenommen Heilmagie. Seine Angriffe ignorieren Rüstung vollkommen und es verstärkt die Schmerzen eines Verwundeten ins Unermessliche, was sich bei mißlungenem Rettungswurf in Attributs -und körperlichen Schaden niederschlägt. Gerade im Schwarm oder bei niedrigstufigen Gruppen kann dieses Monster sehr tödlich sein.

 

Fazit:

Bei einem Monsterbuch stellt sich mir immer die Frage, ob ich es wirklich brauche. Es sind wahrscheinlich mehr Monster auf dem Markt, als ein Spielleiter je einsetzen könnte.

Trotzdem hat dieses kleine, aber feine Buch durchaus seine Berechtigung, da es doch einige sehr nette Ideen liefert. Sicherlich ist einiges zu „abgefahren“, um es überall einsetzen zu können, aber wer Spieler mal mit etwas neuem überraschen will, ist hiermit nicht schlecht bedient, da die Monster auch durchaus ausbalanciert erscheinen.

Der Preis ist mit $ 14.95 auch nicht zu hoch angesetzt.