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Maliande - Der Ruf des DrachenMaliande - Der Ruf des Drachen
Bewertung:
(3.9)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 07.09.2008
Autor:Thea Lichtenstein
Typ:Roman
VerlagGoldmann / Randomhouse
ISBN/ASIN:978-3-442-46711-2
Inhalt:448 Seiten, Softcover
Sprache:Deutsch

Inhalt

Maliande ist nicht nur der Name des Romans von Thea Lichtenstein, sondern so heißt auch die kristalline Flüssigkeit, die die Magie von Rokals Lande in sich hat. Nur der Verbund von Olomin kannte bisher her das Geheimnis der Herstellung. Aber nachdem der mächtige Dämonenbeschwörer Resilir verschwunden ist, beginnen die Menschen mit der Erforschung des Maliande und entdecken eine Macht, die sie kaum begreifen können. Der Verbund zerfällt und die bisher willenlose Orks streifen marodierend durch die Lande.

 

Vor diesem Hintergrund spielt die Handlung, in deren Mittelpunkt das junge Ordensmitglied Nahim ist. Auf seiner Reise gelangt er mit seinen Gefährten in ein Tal. Dort sind sie auf Grund des frühen Wintereinbruchs gezwungen, bei der Bauernfamilie Trubur unterzukommen.

Mehrere Monate bleiben sie dort und während der Zeit verliebt sich Nahim in die älteste Tochter der Familie Lehen. Auch Lehen verliebt sich in den jungen, schweigsamen Mann mit den seltsamen dunklen Augen. Aber beide können aus unterschiedlichen Gründen ihre Gefühle nicht offenbaren. So bleibt es bei abendlichen Erzählungen Nahims am Kamin.

Die Idylle wird jäh gestörte, als eine Horde von Orks in das wehrlose Tal einfällt und der Winter die letzten Zugänge verschließt.

 

Wie man schon bei der Inhaltsangabe vermuten kann, lässt es Thea Lichtenstein (wobei das ein Pseudonym ist) ruhig zugehen in ihrem Roman. Es gibt wenig Action. Keine großen Schlachten und Klingenkreuzen bestimmen die Handlung, sondern es wird das beschauliche Bild eines kleinen Dorfes gezeichnet. Es ist scheinbar eine heile Welt. Jeder kennt jeden und so hilft man sich und hat Vertrauen zueinander.

Doch mit der Zeit bekommt man einen besseren Blick auf die Bewohner und das Dorf. Auch hier gibt es machthungrige Menschen, denen jedes Mittel recht ist für ihren Erfolg.

So zeichnet die Autorin ein nicht so leicht zu erkennendes Bild von Liebe und Feindschaft und zwingt den Leser dabei, sich einige Dinge zu denken.

Auch die Gegner, die Orks, sind nur Statisten in dem Kampf der Macht und bleiben blass und nur Mittel zum Zweck. Schön ist, dass die Drachen keine menschlichen Charakterzüge haben, sondern weiterhin die fabelhaften Wesen bleiben.

 

Fazit:

Ein ruhiges Fantasybuch ist „Maliande – Der Ruf des Drachen“. Dabei angenehm und gut zu lesen, führt es den Leser in einer dramatische und gefühlvolle Geschichte abseits der klassischen Fantasy.