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Weitseher 2 - Der Schattenbote
Bewertung:
(3.8)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 09.02.2010
Autor:Robin Hobb
Typ:Roman - Fantasy
VerlagHeyne (Randomhouse)
ISBN/ASIN:978-3-426-50132-0
Inhalt:528 Seiten, Softcover
Preis:15,00 EUR
Sprache:Deutsch

Inhalt

Was bisher geschah:

Im Königreich der sechs Provinzen wird ein kleiner Junge fort von seiner Mutter an den Königshof verschleppt und dort als Bastard des edlen Prinzen Chivalric präsentiert. Sofort gerät der ganze Hof in Aufruhr, denn schon die Existenz von Fitz, wie der Junge nun genannt wird, ist ein Skandal, der den Prinzen um die Thronfolge bringt.

Dem König bleibt jedoch nichts anderes übrig, als Fitz Status anzuerkennen, und so lässt er ihn von seinem Stallmeister Burrich großziehen. Hier wächst der Junge zusammen mit Pferden, Hunden und im Kreise der Dienerschaft auf, und in ihm erwacht eine seltene Gabe.

Inzwischen ist Prinz Chivalric, Fitz Vater, bei einem Unfall umgekommen, und der alte König sorgt sich genauso um seine Nachfolge wie um das Schicksal des Reiches. Als er erkennt, dass Fitz die magische Kraft und alte Gabe der Weitseher besitzt, lässt er ihn in den geheimen Künsten der Assassinen unterrichten.

Der heranwachsende Fitz wird schneller, als ihm lieb ist, zum Spielball der Hofintrigen und der widerstreitenden Mächte, die um das Schicksal des Landes kämpfen. Doch er gibt nicht auf, denn allein die magischen Weitseher können den Untergang des Königreichs noch verhindern.

 

Was geschehen wird:

Fitz befindet sich wenige Monate nach seinem letzten Einsatz in der Obhut des Bergvolkes. Er ist allein, denn Prinz Edel und Kronprinzesson Kettricken sind mit der Dienerschaft abgereist, und so muss der junge Bastardprinz alleine mit den Auswirkungen des missglückten Anschlages klar kommen.

So macht er sich dann abgemagert und unter regelmäßigen Krämpfen auf den Weg. Sein Ziel ist Bocksburg, die Hauptstadt der sechs Provinzen und Sitz des Königs und seiner Söhne.

Während seiner Abwesenheit hat sich an der Situation am Hofe und im Reich nichts geändert. Noch immer wird das Land durch die roten Kosaren bedroht, und sie überfallen weiterhin die Küstenstädte. Seltsamer Weise sind sie nicht an Beute interessiert, sondern wollen nur Angst und Schrecken verbreiten, und das gelingt.

Die wenigen Überlebenden werden zu entfremdeten, die nicht in der Lage sind, Gefühle zu hegen. Sie sind Wesen ohne Mitgefühl, und so breitet sich immer mehr Angst in der Bevölkerung aus.

So bringt auch die Hochzeit des Kronprinzen mit der Bergprinzessin nicht den gewünschten Effekt, obwohl diese Ehe gleichbedeutend mit einem Bündnis kommt. Doch der Kronprinz hat die Hoffnung, nicht nur durch die Hochzeit seinem Ziel, dem Aufbau einer Flotte zur Verteidigung näher zukommen.

Doch sein Bruder spinnt weiter hinter seinem Rücken Intrigen, und auch Fitz ist ihm dabei ein Dorn im Auge. Als der König an einer seltsamen Krankheit erkrankt, scheint es, als ob er seinen letzten Fürsprecher verlieren könnte.

 

Die Handlung spielt in einem mittelalterlich angehauchtem Setting und greift die Handlung seines Vorgänger „Der Weitseher“ auf. Die Magie ist mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Nur Fitz hat die außergewöhnliche Gabe. Er ist nicht nur ein Weitseher, sondern kennt sich auch mit der gefährlichen Tiermagie aus, doch diese hat keinen guten Ruf.

Die Wandlung des jugendlichen Helden schreitet in diesem Band merklich voran. Dabei wird er immer wieder von Schicksalsschlägen heimgesucht, die aber auch reifer und erwachsener machen. An einigen Stelle hätte man ihm einfach mehr Glück gewünscht.

Die Handlung ist interessant und spannend geschrieben. Lediglich wenn die Autorin zu den ausrufenden Beschreibungen der Welt ansetzt, wünscht man sich, dass es weiter geht. Aber insgesamt liest sich die Erzählung flüssig und zügig.

Fazit:

Insgesamt ist der Roman gelungen und bietet eine ansprechende Mischung aus Abenteuer, Liebe und Spannung.