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Die Violine des Teufels
Bewertung:
(3.5)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 17.10.2011
Autor:Joseph Gelinek
Typ:Roman – Thriller
VerlagKnaur
ISBN/ASIN:978-3-426-65246-6
Inhalt:480 Seiten, Softcover
Preis:14,99 EUR
Sprache:Deutsch

Inhalt

Niemand spielt Paganini so virtuos wie die berühmte Geigerin Ane Larrazabäl. In der Madrider Sala Sinfonica steht sie kurz vor ihrem Auftritt. Sie hat eine Art Pakt mit Paganini geschlossen - ein geschnitzter Teufelskopf auf ihrer Geige besiegelt ihn. Gegeben wird u. a. das Capriccio Nr. 24 von Paganini, eines der schwierigsten Geigenstücke aller Zeiten. Doch nach dem Auftritt findet man Ane stranguliert in den Räumen des Konzertgebäudes. Auf ihrer Brust prangt in blutiger Schrift das arabische Wort für „Satan"; und ihre einzigartige Stradivari ist spurlos verschwunden.

Sollte die Geige tatsächlich mit einem Fluch beladen sein, wie Kenner sich zuraunen? Die Stradivari hatte Niccolo Paganini gehört, der in Nizza ohne Beichte verstarb, dann der Violinistin Ginette Neveu, die 1949 bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Das kostbare Instrument war daraufhin verschwunden.

Kommissar Raul Perdomo, einer der erfahrensten Ermittler der Madrider Polizei, wird mit dem Fall betraut und macht sich auf, jede Spur zu verfolgen - bis hin zu makabren Tod des Meisters Paganini selbst vor nahezu 200 Jahren ...

 

Joseph Gelinks Roman ist kein Thriller im klassischen Sinne. Im Mittelpunkt des Romans steht die Musik und der Leser erfährt viel darüber. Gleich zu Beginn erfährt die Hauptfigur und damit der Leser einige durch den Sohn über die klassische Musik. Auch gibt es Rückblenden in das Leben von Paganini.

Das ist vielfach sehr interessant, aber richtig Spannung kommt nicht auf. Vielmehr geht es um die Musikgeschichte und deren Dramatik. So gelangt die eigentlichen Handlung einfach nicht weiter. Hinzu Nebengeschichte, die von dem Fall ablenken. Alles ist gut geschrieben und weiß zu unterhalten, aber ein spannenden Thriller ist das nicht. Man muss sich schon für klassische Musik interessieren, um daran dann gefallen zu finden.

Auch bei den Figuren gibt es Defizite. Sie bleiben flach und man wird einfach nicht warm mit ihnen. Hinzu kommt, dass sie stereotyp.

Auch das Mysteriöse, dass man auch Grund des Titels erwarten könnte, kommt zu kurz. Es bleibt angedeutet, aber ein wirkliches

 

Im Anhang des Buches finden sich historische Information zum Thema „Teufelsgeiger Paganini", zu seinen Kompositionen und den Instrumenten Antonio Stradivaris, des größten Geigenbauers aller Zeiten.

 

 

Fazit:

Der Thriller „Violine des Teufels“ ist nur etwas für Freunde der Musik und diese sich für Violinen interessieren. Die Geschichte ist interessant, aber nicht wirklich spannend.