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Der Skorpion
Bewertung:
(3.8)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 08.12.2011
Autor:Lisa Jackson
Übersetzer:Hans Link
Typ:Roman – Thriller
VerlagKnaur
ISBN/ASIN:978-3-426-50349-2
Inhalt:544 Seiten, Softcover
Preis:9,99 EUR
Sprache:Deutsch

Inhalt

Winter in Montana. Ein Psychopath fesselt seine weiblichen Opfer an einen Baum, um sie bei eisiger Kälte erfrieren zu lassen. Seine Nachricht an die Polizei: die Initialen der Toten und ein Stern. Es fehlen noch Buchstaben, um die Botschaft zu entschlüsseln.

Als Detective Regan Pescoli verschwindet, ist deren Kollegin Selena Alvarez in höchster Alarmbereitschaft. Immer noch ist der "Unglücksstern-Mörder" nicht gefasst, und nun vermutet sie ihre Partnerin in den Fängen des Killers.

"Meidet des Skorpions Zorn" – so könnte seine kryptische Botschaft lauten. Doch wer ist der Skorpion? Wird es Selena Alvarez gelingen, ihn rechtzeitig aufzuspüren?

 

Der neue Roman von Lisa Skorpion wird erst im Laufe der Handlung richtig spannend. Die Entführung von Regan Pescoli erfolgt erst in der zweiten Hälfte des Buches, und auch wird der Fall nicht in diesem Buch gelöst. Stattdessen gibt es einen Folgeband „Der Zorn des Skorpions“, der erst im Dezember diesen Jahres zu erhalten ist. Bei einer Fantasyreihe kann ich über Cliffhanger manchmal eher hinwegsehen, aber bei einem Thriller erwarte ich am Ende eine Auflösung.

 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. So begleitet man die beiden Ermittler und erfährt so auch einiges aus ihrem Privatleben. Dadurch gelingt es, den Figuren ein Tiefe zu geben, die den Leser dazu verleitet, mit ihnen zu fühlen. Der Leser erfährt, dass Regan Pescoli alleinerziehend ist und mit ihren Kindern im Teenageralter einige Gefechte auskämpfen muss, wobei ihr Ex-Mann dabei keine Hilfe ist. Das ist relativ normal, und so gelingt es, eine Brücke zwischen ihr und dem Betrachter aufzubauen, die, als sie schließlich zum Opfer wird, für einen zusätzlichen Spannungskick sorgt.

Auch ihrer Partnerin wird ein Platz eingeräumt, doch sie ist ein äußerst verschlossene Charakter, mit dem man als Leser so seine Mühe hat.

Der Mörder schildert aus der Ich-Perspektive seine Gedanken, und auch seine Opfer schildern ihre Ängste. Auch Zane McGregor wird eine Handlungsstrang gewidmet. Obwohl er freundlich und positiv beschrieben wird, verhält er sich wie der Täter, und das ist eines der Fragezeichen am Ende des Buches.

Die Handlungsstränge wechseln sich regelmäßig ab und, um die Spannung hoch zu halten, natürlich zu der passenden Stelle. Sprachlich ist der Roman gut zu lesen.

 

 

Fazit:

Der Skorpion ist ein spannender Thriller, der leider erst in einem weiteren Band fortgesetzt wird.