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Moor des VergessensDas Moor des Vergessens
Bewertung:
(3.9)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 14.04.2008
Autor:Val McDermid
Typ:Roman - Thriller
VerlagDroemer Knaur Verlag
ISBN/ASIN:978-3-426-63515-5
Inhalt:544 Seiten, taschenbuch
Sprache:Deutsch

Das Moor des Vergessens

Im nordenglischen Lake District wird auf einem sumpfigen Hügel eine zweihundert Jahre alte Moorleiche gefunden. Bizarre Tätowierungen des Toten weisen den Weg in die Südsee ...und welche bekannte geschichtliche Person kennen wir mit Südseetätowierungen: Fletcher Christian. So vermutet auch die junge Literaturwissenschaftlerin Jane Gresham, dass der legendäre Anführer der Meuterei auf der Bounty hier liegt.

 

Einer Legende nach soll er damals heimlich zurückgekehrt sein. Mit seiner abenteuerlichen Geschichte hat er seinem Jugendfreund und Dichter der Romantik William Wordsworth den Stoff für ein verschollenes Meisterwerk geliefert.

 

Die Polizei legt den Fall sehr schnell zu den Akten, doch Jane begibt sich auf die Suche. Ihr Spezialgebiet sind die Werke des Dichters und der Fund der Leiche ist der Beweis für ihre Theorie, dass Fletcher Christian nicht auf der Insel umkam, sondern unerkannt nach England zurückkehrte. Er kam aber zu spät und war bereits rechtskräftig verurteilt.

 

Nicht nur Jane macht sich auf die Suche nach dem Manuskript. Schon bald muss sie erkennen, dass sie nicht die einzige ist. Als schließlich auch noch innerhalb kürzester Zeit alle umgebracht werden, bei denen man das Manuskript vermutet, nimmt der Roman richtig Fahrt auf.

 

Val McDermid hat in unzähligen Romanen bereits unter Beweis gestellt, dass sie sehr gute Krimis schreiben kann. Insbesondere ihre Reihe um die Profiler Tony Hill und Carol Jordan sind zu erwähnen.

Moor des Vergessens beginnt zwar auch mit einem Toten, doch dann verlässt sie das bekannte Thema. Nicht die Leiche, sondern die Suche nach dem Manuskript steht im Vordergrund. Auch eine mehr oder weniger interessante Nebenhandlung wird erzählt.

Schließlich gibt es doch noch die gewünschten Todesfälle und die Handlung nimmt deutlich an Fahrt auf.

 

Fazit:

Interessant ist hier die geschickte Verknüpfung der historischen Begebenheiten mit der fiktiven Geschichte. Dazu gibt es immer wieder Einschübe aus dem Leben von Fletcher Christian.

Das Moor des Vergessens ist ein sehr interessanter und kurzweiliger Roman.