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Schatten über Schinkelstedt
Bewertung:
(1.9)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 05.11.2008
Autor:André Ziegenmeyer
Typ:Roman - Fantasy
VerlagPeriplaneta
ISBN/ASIN:978-3940767080
Inhalt:174 Seiten, Taschenbuch
Sprache:Deutsch

Inhalt

Um es mit den Worten von Auguste Fledermeyer zu sagen: Ihr habt mich gefangen genommen, für Jahrhunderte in eine Höhle gesperrt, um mich dann wieder freizusetzen, damit ich die Leute erschrecke. Und anschließend wolltet ihr dann Helden spielen und damit Eindruck schinden, richtig?

 

Auguste Fledermeyer ist Jahrgang 1517 und verbrachte ihre Jugend als autodidaktisches Kräuterweib. Nach erfolgreichem Ablegen des Schierlingsdiploms kehrte sie als praktizierende Hexe in ihre Heimat zurück, wo sie mit der lokalen Inquisition in Konflikt geriet. Insgesamt brachte es Auguste dabei auf 37 Verbrennungen, bevor sie eines Frühsommertages plötzlich verschwand.

 

Wie viele andere Wesen wurde sie in eine Art Stasis versetzt und in der Gegenwart von der Kirche wiedererweckt. So sollen die langsam immer ungläubiger werdenden Menschen wieder auf den „rechten“ Weg gebracht werden, denn die Vertreter der Kirche wollen als glorreiche Retter auftreten.

 

So taucht Auguste zu ihrer eigenen Verwunderung am Waldrand des harmlosen Städtchens Schinkelstedt wieder auf. Aber sie ist nicht allein. Mit ihr gibt es eine ganze Reihe anderer Gestalten, die man nur aus Märchenbüchern kennt. So beginnt das Chaos und nimmt seinen erwarteten Lauf.

 

„Schatten über Schinkelstedt“ ist einer der Romane, die einem im Buchladen nicht auffallen würden. Das Cover sieht zwar noch ganz interessant aus, aber das Buch ist sehr dünn. Der Roman umfasst lediglich einhundertsiebzig Seiten und diese sind auch noch relativ groß beschrieben. Somit hat man den Roman auch schnell gelesen.

Das ist auch gut so, denn die Grundidee der Handlung, die man mit Sicherheit für einen guten Thriller benutzen könnte, wird ziemlich dürftig umgesetzt. Zu keiner Figur baut sich während des Lesens ein Verhältnis auf. Dafür sorgt auch der teilweise sarkastische Schreibstil des Autors und die Namen der Figuren. Nicht nur Auguste Fledermeyer hat einen typischen Namen für eine Hexe. Auch alle kirchlichen Vertreter tragen Namen, wie man sie eigentlich erwartet. Die Krönung ist der Name des Inquisitors Leonardo de Vendetta.

 

 

Fazit:

Es gibt Romane, die muss man lesen, und solche, die man nicht lesen sollte. „Schatten über Schinkelstedt“ gehört leider zur zweiten Kategorie. Er hat mich zu keiner Zeit in den Bann gezogen und ich musste mich überwinden, ihn zu Ende zu lesen.