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Die Feuerreiter seiner Majestät 6 - Drachenflamme
Bewertung:
(2.0)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 31.12.2010
Autor:Naomi Novik
Übersetzer:Marianne Schmidt
Typ:Roman - Fantasy
VerlagPenhaligon (Random House)
ISBN/ASIN:978-3-7645-3016-7
Inhalt:416 Seiten, Softcover
Preis:14,95 EUR
Sprache:Deutsch

Inhalt

Will Laurence und sein Drache Temeraire haben nicht nur die britischen Drachen von einer schrecklichen Seuche geheilt, sondern auch die französischen. Dafür wurden sie des Hochverrats für schuldig befunden.

Doch wegen der überragenden Tapferkeit, die sie bei der Verteidigung Britanniens bewiesen haben, wird die Todesstrafe für Laurence in Deportation nach Australien umgewandelt. Als Verräter gebrandmarkt und von allen angefeindet, versuchen Temeraire und sein Reiter, dennoch ihre Pflicht zu erfüllen.

Vor allem drei ihnen anvertraute Dracheneier benötigen ihren Schutz. Doch Laurence will mehr tun, als sich nur um die Jungdrachen zu kümmern, und beschließt, nach einem Pass über die Gebirgsketten zu suchen, um im fruchtbareren Innern des Landes Viehherden zu züchten und dort einen Drachenstützpunkt aufzubauen.

Da erfahren sie von einer chinesischen Ansiedlung - ein klarer Affront gegen das britische Empire. Doch Temeraire steht zwischen den Fronten. Soll er den Briten helfen, die ihm eine Heimat gaben, oder die Chinesen unterstützen, die ihn als Drachen ehren und respektieren?

 

Die Feuerreiter gehen wieder in die mittlerweile sechste Runde. Wir haben den jungen Kapitän William Lawrence begleitet, als er ein Schiff der britischen Marine kommandierte und schließlich ein Drachenei sicherstellen konnte. So wurde er zu einem Feuerreiter und durchlebte verschiedene Abenteuer, die mehr oder weniger interessant waren.

In Drachenflamme verschlägt es die beiden nach Australien, und anstatt der Intrige und der politischen Ränkespiele kommen die Expedition und die jungen Drachen in den Mittelpunkt der Handlung. Dazu sinkt das Tempo dermaßen, dass man sich wünscht, etwas würde passieren. So plätschert die Geschichte ohne große Spannung dahin und stellt die Protagonisten nicht vor große Probleme. Am Ende gibt es „leider“ einen Cliffhanger. Leider ,weil es bedeutet, es gibt noch einen weiteren Teil.

Der Wechsel nach Australien war auch nicht förderlich. Die Geschichte des Kontinents ist nicht so bekannt wie die europäische zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts. Das sorgt zusätzlich dafür, dass man mit der Handlung nicht richtig warm wird.

Bei der charakterlichen Entwicklung bleibt man auf der Stelle stehen. Mensch und Drache entwickeln sich nicht weiter, und als Leser erkennt man keine weiteren Facetten.

 

Fazit:

Drachenflamme ist mit Abstand der schlechteste Roman der Reihe, und es bleibt nur zu hoffen, dass es in Teil sieben besser wird.