Sharner Kobold Sharner Kobold

 

u
Nachtengel 3 - Jenseits der Schatten
Bewertung:
(3.9)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 25.06.2011
Autor:Brent Weeks
Übersetzer:Hans Link
Typ:Roman - Fantasy
VerlagBlanvalet / Randomhouse
ISBN/ASIN:978-3-442-26630-2
Inhalt:704 Seiten, Softcover
Preis:15,00 EUR
Sprache:Deutsch

Inhalt

Was bisher geschah in: „Der Weg in den Schatten“.

Azoth ist ein Kind der Straße und überlebt als Taschendieb. Wie viele andere gehört er zu einer der vielen Gilden der Stadt. Angeführt wird sie von einem älteren, brutalen Jungen mit dem Namen Ratte. So verbringt die Hauptfigur seine Kindheit in Armut und findet in Jarl und einem kleinem Mädchen, das das Puppenmädchen genannt wird, seine Freunde.

Auf der Suche nach Geld trifft Azoth eines Abends zufällig auf den Blutjungen Durzo Blint. Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann. Er ist ein Meister in der Kunst des Tötens, der beste Blutjunge von ganz Cenaria. Doch für den Gassenjungen Azoth ist er möglicherweise die einzige Chance, seinem elenden Dasein zu entkommen - und Azoth will das harte, brutale Leben auf den dreckigen Straßen, die allgegenwärtige Angst und die Diebesbande des sadistischen Schlägers Ratte unbedingt hinter sich lassen.

Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch und nimmt in der Regel keine Lehrlinge auf, aber er erkennt in Azoth ein Talent und bietet ihm eine Lehrstelle an, wenn er als Prüfung Ratte ermordet. Doch bevor es soweit ist, vergeht einige Zeit, und, erst als Ratte das Puppenmädchen fast tötet, schlägt Azoth zu und tötet den verhassten Gildenjungen.

So wird Azoth von Blint aufgenommen und beginnt seine Ausbildung. Das Töten wird für ihn zur Normalität, und mit einer neuen Identität kann er sich auch in anderen Kreisen bewegen.

Doch je weiter seine Ausbildung voranschreitet und je häufiger er mit den besseren Kreisen, den wahrhaft Mächtigen von Cenaria, zu tun hat, desto mehr wird Azoth klar, dass der Weg in die Schatten ihm mehr abverlangt, als er sich jemals vorstellen konnte...

 

Die Ausbildung zum Meuchelmörder hat sich für den ehemaligen Gassenjungen Kylar als überaus schmerzhaft erwiesen, denn nicht nur sein einstiger Lehrer Durzo Blint ist den Machenschaften des Gottkönigs von Khalidor zum Opfer gefallen, sondern auch sein bester Freund Logan Gyre.

Und so beschloss Kylar, ein neues Leben zu beginnen — an einem neuen Ort, mit neuen Freunden und in einer neuen Profession.

Bis ihm eines Tages das Gerücht zu Ohren kommt, Logan sei noch am Leben und halte sich versteckt. Nun steht Kylar vor einer schicksalhaften Entscheidung: Wird er seine Vergangenheit endgültig hinter sich lassen und den ersehnten Frieden im Kreis seiner jungen Familie finden? Oder besinnt er sich erneut auf seine tödlichen und zerstörerischen Talente, um seinen Freund und seine Heimat zu retten? Doch wenn Kylar sich ein weiteres Mal in die Schatten begibt, wird er alles verlieren, was ihm je lieb und teuer war.

Was geschehen wird:

Einst war Kylar Stern wahrscheinlich der beste Assassine der Welt — zumindest so lange, bis er dem

Töten für immer abgeschworen hat.

Aber nun ist der Augenblick gekommen, da seine besonderen Talente wieder benötigt werden. Denn Kylars Heimat wird belagert, und nicht nur seine Freunde, sondern auch sein König setzen alle ihre Hoffnungen auf den Mann, der es in der Kunst des Tötens einst zur Perfektion gebracht hat. Er ist der Einzige, dem es vielleicht noch gelingen kann, einen ganzen Kontinent vor dem Untergang zu bewahren.

Doch Kylars einzige Chance besteht darin, einen wahrhaft selbstmörderischen und aussichtslosen Plan in die Tat umzusetzen — denn will er seine Heimat, seine Freunde und seinen König retten, so muss er niemand Geringeren als eine Göttin ermorden!

 

Mit Jenseits der Schatten beendet Brent Weeks seine Trilogie um den Nachtengel. Es ist schon faszinierend, wie der Autor immer mehr Charaktere eingebaut und diese auch noch sehr komplex beschreibt. Immer wieder wechselt die Erzählperspektive, und man muss schon aufpassen, um dem Ganzen zu folgen.

Das Tempo, welches schon vorher richtig hoch war, wird noch einmal angezogen und bleibt bis zum Finale auf diesem hohen Niveau. Man ist förmlich gezwungen weiter zu lesen, und dann kommt das Ende. Dem Autor gelingt es, die vielen Handlungsstränge geschickt miteinander zu verknüpfen und alles zu einem vernünftigen und für den Leser befriedigenden Ende zu bringen.

Zurück bleibt der Eindruck, dass man ein interessante Welt kennengelernt hat, die in sich stimmig ist und in der viele gut ausgearbeitete Figuren leben und ihre Abenteuer bestreiten. Etwas zu häufig führte der Einsatz von Magie zu einer Lösung des Problems. Aber das ist ein nur kleiner Mangel.

 

 

Fazit:

Jenseits der Schatten ist ein würdiges Ende einer guten Trilogie.