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(Die) gestohlene Zeit
Bewertung:
(3.8)
Von: Thomas König
Alias: Hugo Baldur
Am: 12.11.2013
Autor:Heike Eva Schmidt
Typ:Roman – Mystery
VerlagKnaur
ISBN/ASIN:978-3-426-51311-8
Inhalt:448 Seiten, Softcover
Preis:12,99 EUR
Sprache:Deutsch

Inhalt

Auf einer Bergwanderung im Jahr 1987 findet Emma einen geheimnisvollen Ring, nichtsahnend, dass dieser dem sagenhaften Zwergenkönig Laurin gehört. Zwei Mitreisende nehmen ihr den Schmuck ab und türmen, doch auf einmal taucht eine Horde Zwerge auf, die Emma in Laurins unterirdisches Reich verschleppen.

Emma ist fassungslos, weil die Zwerge sie zur Strafe für den Diebstahl des Rings für immer unter der Erde festhalten wollen. Und es kommt noch schlimmer. Denn als Zwergenkönig Laurin Emma erblickt, glaubt er, seine lang verlorene Liebe wiederzusehen - und beschließt, Emma in drei Tagen zur Frau zu nehmen.

Der ist klar: Sie muss da weg! Mit Jonathans Hilfe gelingt es Emma, die Zwerge zu vergiften und zu fliehen. Doch Laurin jagt ihnen mit letzter Kraft einen grausamen Fluch hinterher, bevor er bewusstlos wird: Emma verwandelt sich nachts in eine Katze, während Jonathan tagsüber zum Raben wird. Nur zwischen Tag und Nacht sind den beiden einige kostbare Momente vergönnt, die sie in Menschengestalt zusammen verbringen können. Um den Fluch zu lösen, müssen sie Laurins Ring wiederfinden - doch zurück in der Oberwelt stellt Emma zu allem Überfluss schockiert fest, dass inzwischen fast 30 Jahre vergangen sind. Wie sollen sie und Jonathan die Diebe nach all der Zeit

ausfindig machen?

 

Der größte Teil der Handlung in Heike-Eva Schmidts Roman „Die gestohlene Zeit“ wird aus der Ich-Perspektive Emmas geschrieben. Nur selten steht der Zwergenkönig Laurin oder der Gegenspieler Emmas in der Oberwelt im Mittelpunkt des Geschehens. Die Geschichte beginnt langsam. Zunächst wird über Emmas Leben gesprochen und wie es bisher verlaufen ist. Erst mit dem Wechsel ins Zwergenreich kommen Tempo auf und auch ein bisschen Witz. Bis dahin heißt es durchhalten, denn ungeduldige Leser könnten schon das Buch aus der Hand legen wollen.

Das Zwergenreich wird interessant geschildert, und auch die Zwerge unterscheiden sich stark von den Wesen, die man aus Schneewittchen und der Hobbit kennt. Sie werden eklig geschildert, und Emma empfindet sie abstoßend. Als Leser ahnt man zwar schon, aus welcher Zeit Jonathan stammt, aber erst mit dem Wechsel in die Oberwelt wird den beiden das bewusst. Aber nicht nur für Jonathan ist das ein böses Erwachen. Auch Emma hat in den dreißig Jahren einiges verpasst, und so geben technologische Errungenschaften unserer Zeit schon Rätsel auf.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Flüssig wird die Handlung erzählt, und sind einige sehr gute und interessante Ansätze. Durch die Erzählperspektive hat man als Leser sehr schnell eine Verbindung zur Hauptperson. Aber auch die anderen Charaktere sind gut beschrieben.

 

Fazit:

Die gestohlene Zeit ist eine unterhaltsame Geschichte mit einigen sehr interessanten Ansätze.