Seltsame Todesfälle leicht gestiegen

Wie jeden Monat veröffentlichte die Gilde der Nebelwand zu Karrlakton die Statistiken zu den Opfern, die durch direkte oder indirekte Auswirkungen der Nebelwand zu Schaden oder zu Tode kamen. Jubb Teerwall, Zweiter Schreiber der Gilde, informierte uns dahingehend, dass die Todeszahlen leicht gestiegen seien. Die Gilde der Nebelwand führt diesen Umstand daraufhin zurück, dass es immer mehr Abenteurer von Karrnath aus ins Klageland zöge. Dabei seien auch viele Sonntagsjäger, die einfach ihr Glück versuchen wollten, um wohlhabend zurückzukehren.

Unseren Informationen nach sind die Zahlen jedoch unsicher. Ein anonymer Informant wies darauf hin, dass es innerhalb der Gilde zu Streitigkeiten gekommen sei. Scheinbar wurden einige der Statistiken gefälscht, um der Gilde mehr Gewicht zu verleihen. So wäre der Anstieg in diesem Jahr – etwa knapp vierzig mysteriösen Toten durch nekromantische Einwirkungen – vergleichbar mit dem Anstieg vor neunundvierzig Jahren, vor achtundneunzig Jahren und vor einhundertsiebenundvierzig Jahren. So jedenfalls Aufzeichnungen aus der Staatsbibliothek in Korth. Zu dieser Zeit gab es keine Nebelwand und die Todesfälle müssten aus der Statistik gestrichen werden, das sie dort fehl am Platze seien. Gleiches gälte für die Toten des Unfalls vor zwei Wochen in Korth, bei denen eine magische Explosion sieben Bürger in einen schwarzen Höllenschlund zog. Der Unfall stünde weder in Beziehung zum Klageland, noch dürften alle mysteriösen Todesfälle Karrnaths in die Statistik einfließen.

Ob und wie dieser Streit beigelegt wurde, weiß derzeit niemand zu sagen. Tatsache ist, dass die Gilde weiterhin ihre Dienste und Informationen zur Nebelwand gegen Aufwandsentschädigung anbietet. Preislisten können in Karrlakton eingesehen werden.

Benisola Tragi, freie Reporterin

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