Halblinge gegen Haus Orien

Nachdem wir vor einigen Ausgaben bereits über eine Serie von Karawanenüberfällen in der Talenta-Ebene berichtet haben, scheint in den letzten Wochen auch die Blitzbahnstrecke Vulyar – Gatherhold immer wieder und in in erschreckend Heftigkeit Ziel von Übergriffen und Sabotageakten geworden zu sein und weder die hauseigenen Sicherheitskräfte Oriens noch der zusätzlich angagierte Geleitschutz scheinen Strecke und Züge ausreichend schützen zu können.

Offizielle Stimmen des Hauses Orien und auch des Königreichs Karrnath machen mehrere, verbündete Stämme von Halblingen für die Zwischenfälle verantwortlich, und auch private Reisende und Augenzeugen bestätigen diesen Vorwurf:

„Hunderte von ihnen waren es! Auf rasend schnellen Echsen und mit grausigem Kriegsschmuck umkreisten sie den zum Halten gezwungenen Zug, versuchten aufzuspringen oder Feuer an den Waggons zu legen! Es war beeindruckend – auf eine schreckliche Art und Weise. Ich kann selbst kaum glauben dass wir noch entkommen konnten!“

Wie dramatisiert dieser Bericht eines Betroffenen, dem bekannten karrnather Schriftsteller Johan ‚Greif‘ Korth, klingen mag, die Reaktionen des Hauses Orien auf die Zwischenfälle bestärken die Tatsachen:

Jüngst veröffentlichte Zahlen zu den Übergriffen auf diesem Streckenabschnitt sprechen von einer zweistelligen Anzahl von Toten und Vermissten, schweren Gütereinbußen und sogar dem Verlust einer ganzen Blitzbahn.

„Ein geregelter Verkehr ist zur Zeit nicht mehr möglich. Durch diese Vorkommnisse hat besagte Strecke deutlich an Rentablilität verloren und verkommt zu einem Verlustgeschäft.“, klagte ein Sprecher. „Mittelfristig würde dann nur noch die Stilllegung der Strecke bleiben.“

Während sich ein Sonderbeauftragter des Königshauses wesentlich schärfer zu den Überfällen äußerte, sogar von einer „erneuten Kriegserklärung gegen Karrnath“ sprach und mit „entschlossenen Konsequenzen“ drohte, ließ der Stammesrat von Talenta erneut verlauten dass diese Taten „gegen den ausdrücklichen Willen des Rates“ stünden und versprach „die Angelegenheit vollständig aufzuklären“.

Namenhafte Experten bezweifeln jedoch sowohl den Erfolg als auch die echte Engagiertheit des Rates bezüglich dieser Ankündigung und vermuten hinter den „erstaunlich koordinierten“ Anschlägen nahezu einstimmig die charismatische Halblings-‚Prophetin‘ Holy Uldra welche dafür bekannt sei „im Namen von archaischer Tradition eine erneute Isolation der Halblinge von ihren Nachbarn“ anzustreben.

Sollten die Überfälle auf die Blitzbahnlinie also nicht bald unter Kontrolle gebracht werden können würde die zu befürchtende Stillegung der Strecke den ersten Schritt in diese, von der selbsternannten ‚Auserwählten Balinors‘ und ihrer Anhänger angestrebte Richtung markieren.

Nur dass es sich bei diesem Schritt, in der hoffnungsvollen Zeit von Aussöhnung und Verständigung zwischen den Völkern Khorvaires, um einen bedauerlichen und möglicherweise verhängnisvollen Rückschritt handeln würde. [th]

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