Mysteriöser Sensenmann geht erneut um – Kinder sind begeistert!

In den letzten sechs Jahren wurde es in Korth zu einer lieben Tradition, dass der Sensenmann umgeht. Niemand weiß wer er ist, niemand weiß, woher der Sensenmann kommt. Doch eines ist sicher, die armen Kinder der Stadt lieben ihn und er wird auch dieses Jahr sicherlich sein Werk tun.

Beschreibungen nach handelt es sich um einen hageren Mann, der eine schwarze Kapuzenrobe trägt und ohne Spuren zu hinterlassen über den Schnee hinwegschreitet. Bei jedem dieser Schritt soll es unter seiner Robe Knacken und Klappern, so die Beschreibung zweier Buben. Desweiteren ist der Sensenmann mit einer schwarzen Sense bewaffnet.

Einer der Jungs berichtete uns auch: „Es war so kalt, dass uns der Atem noch auf den Lippen gefror. Da erschien der Sensenmann aus dem Nichts und sprach uns mit seiner hohlen Stimme an. Wir blieben vor Angst zitternd stehen, da streckte er seine Hand aus und berührte uns mit seinem kalten Griff leicht an der Stirn. Dann packte er an seinen Gürtel, löste einen Geldbeutel und warf ihn uns vor die Füße. Er trat zurück und wurde von der Dunkelheit geschluckt. In dem Beutel waren achtundneunzig Goldmünzen. Jetzt haben wir ein besseres Leben.“

Knapp ein halbes Dutzend Kinder aus armen Verhältnisse wurde bereits entsprechend reich beschenkt. In so kalten und unwirtlichen Zeiten ein wahrer Segen für die Ärmsten unter uns. Viele Kinder und deren Eltern – auch aus wohlhabenden Familien – hoffen nun ebenfalls auf einen Besuch des Sensenmannes. Um ihn anzulocken stellen einige Einwohner der Stadt Totenschädel in die Fenster, in denen eine Kerze dem Sensenmann den Weg leuchtet.

Feldwebel Nogri Yakson von der Stadtwache wurde von uns entsprechend befragt, ob eine Gefahr vom Sensenmann ausgehe. Seine Antwort lautete: „Nein, keinesfalls. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Magier, der den Menschen in seiner Heimat etwas Gutes tun möchte. Wir sollten uns über diese Großzügigkeit freuen und ein Lichts ins Fenster stellen, um dem Sensenmann zu zeigen, dass er willkommen ist“.

Dem bleibt kaum noch was hinzuzufügen und so verabschiede ich mich, um selbst noch einen Schädel zu entzünden.

Lasyat Saltay, freier Reporter

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